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Traditionelle chinesische Medizin |
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Fast nichts beschäftigt die Chinesen
so sehr wie ihre Gesundheit. Im alten China wurden die Ärzte nur dann
bezahlt, wenn ihre Patienten gesund blieben - wurden sie krank, blieb
die Bezahlung aus.
Die meisten Asiaten fühlen sich für ihre Gesundheit selbst verantwortlich
und sorgen für eine ent- sprechende Lebensweise. Chinesen essen regelmäßig
und wählen ihre Nahrungsmittel nach ihrer Wirkung aus; sie ruhen sich
aus, wenn sie müde sind und bewegen sich ausreichend. Essen allein
ist für sie schon Medizin. Die Zubereitung wird in der Erkenntnis
zelebriert, dass die Früchte der Erde ein Geschenk zur Gesunderhaltung
des Menschen sind. Sobald sie eine Störung - und sei sie noch so gering
- in ihrer Gesundheit wahrnehmen, versuchen sie mit Hilfe von Kräutern,
Massagen und ggf. einer Ernährungsumstellung die Störung zu beheben
und die Energien mit einer „geistigen Therapie“ wie Qi Gong wieder
fließen zu lassen. Prophylaxe ist also oberstes Gebot. So können sogar
schwere Erkrankungen vermieden werden.
Chinesische Medizin hat viel mit den Gesetzen der Natur zu tun: Sie
fußt auf einer energetischen Betrachtungsweise des Menschen, die im
8. Jahrhundert v. Chr. mit Hilfe der Lehre von Yin
und Yang und der Lehre von den fünf Elementen (Holz, Feuer, Erde,
Metall, Wasser) entwickelt wurde. Bei der Beschäftigung mit Yin und
Yang muss daher häufig auf die fünf Elemente verwiesen werden. Um
es bildlich darzustellen: Yin und Yang liefern ein „Schwarzweißbild“
des Menschen in differenzierten Grauabstufungen, während die fünf Elemente dem Bild zusätzlich Tiefe und Farbe verleiht.
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist ein über Jahrtausende
entwickeltes Diagnose- und Behandlungssystem. Es verbindet Elemente
des Konfuzianismus, des Buddhismus und des Taoismus. Zur TCM gehören
besondere Diagnosemethoden (etwa die Zungen- oder Pulsdiagnose), spezielle
Arzneimittel, die aus Blüten, Rinden, Wurzeln und aus tierischen oder
mineralischen Substanzen hergestellt werden sowie verschiedene Behandlungsmethoden
wie Akupunktur, Moxibustion (Variante der Akupunktur), Massagen (etwa
Akupressur und Tuina-Massage), Bewegungsmeditation (etwa Qi Gong,
Tai Chi Chuan) und eine traditionelle Ernährungslehre (Ernährung nach
den fünf Elementen). |
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