Feldstiefmütterchen    
Das Feldstiefmütterchen (Viola tricolor) wird im Volksmund oft auch Ackerstiefmütterchen, Dreifaltigkeitskraut, Freisamkraut, Frauenschühlein, Jesusblümlein oder Samtblümlein genannt. Es ist eine zarte und „bescheidene“ Pflanze mit hauchdünne weißgelben oder weißblauen Blüten. Lassen wir uns von seiner Bescheidenheit nicht täuschen; das Stiefmütterchen weiß um seine Kräfte, vor allem im psychischen Bereich. Stiefmütterchen sind seit langem die heilenden Pflanzen derjenigen, deren Herz der Heilung bedarf. Das wusste schon Shakespeare und verwendete Blüten des Stiefmütterchens als Liebestrank in seinem Sommernachtstraum.

Es wird zwar hauptsächlich innerlich und äußerlich bei chronischen Hauterkrankungen, wie zum Beispiel Milchschorf, Akne und Ekzemen, verwendet. Aber es kann auch mehr: es findet Einsatz bei der Behandlung von Katarrhen der Atemwege, Halsentzündung, Fieber und Rheuma. Es wirkt ferner blutreinigend und stoffwechselfördernd und hat eine harntreibende Wirkung. Das Feldstiefmütterchen ist auch ein anerkanntes mildes Mittel zur Stärkung des Herzens und behandelt hohen Blutdruck. Das liegt an seinen Bestandteilen wie Salicylate (verdünnt das Blut), Saponine, Alkaloide, Flavonoide und ätherischen Ölen.

Anwendung in der Chinesischen Medizin: Bewegt das Blut und Qi im Herzen und beruhigt den Shen. Es kühlt Hitze und kann innerlich und äußerlich bei Hauterkrankungen verwendet werden. Es öffnet die Oberfläche und stärkt das Lungen- und das Wei-Qi (Abwehr-Qi). Es ist blutreinigend und diuretisch, vor allem bei Rheuma.
Feldstiefmütterchen