Wilde Möhre    

Die wilde Möhre ist ebenfalls ein ganz besonderes Geschöpf. Zart und etwas unscheinbar finden wir sie auf trockenen mageren Wiesen, an Weg- und Straßenrändern, an Böschungen und auf Brachflächen.
Manchmal wird sie verwechselt mit der giftigen Hundspetersilie oder dem Bärenklau. Dabei unterscheidet sich ihre zarte Dolde von diesen beiden Unkräutern dadurch, dass sie mitten in den zahlreichen weißen Einzelblüten eine Blüte im Zentrum der Dolde sich in purpurroter Farbe zeigt. Man könnte auch meinen, in der Mitte säße ein kleiner Käfer!
Früher wurde die Möhre besonders als Harn treibende und tonisierende Pflanze verwendet. Von dieser Anwendung ist so gut wie nichts mehr bekannt. Eher ihre Wirkung auf die Augen: die Augen können als Fenster der Seele betrachtet werden. Seelische Unausgeglichenheit, mentale oder psychische Beschwerden führen meist zur ihrer Trübung. Die wilde Möhre kann helfen, den Blick zu klären, um sich wieder auf die Mitte zu konzentrieren.

Anwendung in der Chinesischen Medizin
Klärt und stärkt die Augen; stärkt die Nieren, wirkt diuretisch. Bewegt das Qi und löst Blutstagnationen. Besänftigt die Leber, vertreibt inneren Wind und entspannt. Zerteilt Tumore und kann äußerlich bei schlecht heilende Wunden angewendet werden.

WildeMöhre