Baldrian    
Auch der Baldrian war dem Arzt Dioskurides als geschätztes Heilkraut bekannt, genau wie Hippokrates, Hildegrad von Bingen und Paracelsus. Sie alle schworen auf ihn als erwärmendes, menstruationsförderndes und harntreibendes Mittel. Es wurde im 15. Jahrhundert auch als Liebesmittel verwendet und der neapolitanische Rechtsgelehrte Fabio Colonna hat ihm zwei Jahrhunderte später sogar ein Buch gewidmet. Da er unter Epilepsie litt und ein Heilmittel für sein Leiden suchte, stieß er bei seinen Studien auf den Baldrian, wendete ihn an und wurde geheilt. In seinem Werk ist die Pflanze erstmalig als großes Nervenmittel beschrieben. Auch heute noch ist Baldrian hauptsächlich für seine entkrampfende Wirkung auf das Zentrale Nervensystem bekannt.

Der Baldrian ist ein luftig, leichtes Pflänzchen mit grazilem Stängel und Blättern. Die Germanen sahen in ihm die Kräfte ihres Gottes Baldur; Baldur der Gott des Lichtes, der Reinheit und der Güte. Die Wurzel der Pflanze hat einen sehr intensiven Geruch. Wer schon einmal aus dieser Wurzel einen Tee getrunken hat, der weiß, wovon ich spreche: Die Wurzel riecht nach Katzenharn. Vielleicht gebärden sich die Katzen deshalb so toll, wenn sie Baldrian riechen.

Weitere Informationen über „Die Wirkung von Baldrian und die Verwendung in der Chinesischen Medizin“.
Baldrian